Einleitung
Cornelius Obonya gehört zu den etablierten österreichischen Schauspielern und ist besonders für seine langjährige Arbeit auf Theaterbühnen bekannt. Neben Engagements am Wiener Burgtheater und an der Berliner Schaubühne wurde er einem breiten Publikum vor allem durch seine Rolle als Jedermann bei den Salzburger Festspielen bekannt. Von 2013 bis 2016 verkörperte er dort die zentrale Titelfigur.
Obonya stammt außerdem aus einer traditionsreichen österreichischen Schauspielerfamilie. Seine Mutter war die Schauspielerin Elisabeth Orth, sein Vater Hanns Obonya. Zu seinen Großeltern mütterlicherseits gehörten Paula Wessely und Attila Hörbiger. Damit ist sein Name eng mit einer wichtigen Generation österreichischer Theater- und Filmgeschichte verbunden.
KurzBioGrafie
| Merkmal | Information |
|---|---|
| Vollständiger Name | Cornelius Obonya |
| Geburtsdatum | 29. März 1969 |
| Geburtsort | Wien, Österreich |
| Alter | 57 Jahre (2026) |
| Beruf | Schauspieler, Sprecher, Regisseur |
| Nationalität | Österreichisch |
| Ausbildung | Max Reinhardt Seminar |
| Ehefrau | Carolin Pienkos |
| Kinder | Ein Sohn |
| Bekannt für | Theater, Film, Fernsehen und Hörbücher |
| Bekannte Rolle | Jedermann bei den Salzburger Festspielen |
| Jedermann | 2013–2016 |
| Auszeichnung | Kammerschauspieler |
Geboren in Wien
Cornelius Obonya wurde am 29. März 1969 in Wien geboren. Schon durch seine familiäre Herkunft kam er früh mit der Schauspielwelt in Kontakt. Dennoch verlief sein eigener Ausbildungsweg nicht ausschließlich geradlinig.
Mit 17 Jahren begann er ein Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar in Wien. Nach einem Jahr verließ er die Ausbildung und arbeitete anschließend mit dem bekannten Kabarettisten Gerhard Bronner. Diese Begegnung bezeichnet Obonya selbst als wichtigen Einfluss auf seinen weiteren beruflichen Weg.
Später arbeitete er unter anderem mit bedeutenden Theaterregisseuren wie Andrea Breth und Emmy Werner zusammen. Seine Laufbahn führte ihn an einige der wichtigsten deutschsprachigen Bühnen.
Erste Erfolge auf der Bühne
Seine professionelle Theaterkarriere entwickelte sich bereits früh. Für seine erste Rolle am Wiener Volkstheater in Neil Simons „Brighton Beach Memoirs“ erhielt Obonya 1989 den Karl-Skraup-Preis für Nachwuchstalente. Im selben Zeitraum beziehungsweise kurz darauf wurde er außerdem mit dem O.E. Hasse-Preis ausgezeichnet.
Diese frühen Auszeichnungen waren ein wichtiger Schritt für seine weitere Karriere. In den folgenden Jahren übernahm er zahlreiche Rollen und arbeitete sowohl an österreichischen als auch an deutschen Bühnen.
Besonders bedeutend wurde seine Verbindung zum Burgtheater Wien. Dort spielte er verschiedene Rollen in klassischen und modernen Theaterproduktionen und arbeitete mit namhaften Regisseuren zusammen. Auch an der Schaubühne in Berlin war er über mehrere Jahre tätig.
Der Weg zu den Salzburger Festspielen
Die Salzburger Festspiele wurden zu einem weiteren wichtigen Bestandteil seiner Karriere. Bereits 2002 trat Obonya dort als Paul Kreindl in Arthur Schnitzlers „Das weite Land“ auf. 2012 folgte die Rolle des Monsieur Jourdain in „Ariadne auf Naxos“.
Seinen wohl bekanntesten Theatererfolg feierte er schließlich als Jedermann.
Von 2013 bis 2016 spielte Cornelius Obonya die Titelrolle in Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen. Die Rolle besitzt dort eine besondere Tradition und Bedeutung. Interessant ist auch, dass bereits sein Großvater Attila Hörbiger den Jedermann verkörpert hatte.
Damit entstand eine besondere Verbindung zwischen zwei Generationen derselben Schauspielerfamilie.
Mehr als nur Theater
Obonya ist nicht ausschließlich als Bühnendarsteller aktiv. Seine Karriere umfasst auch zahlreiche Arbeiten für Film und Fernsehen. Auf seiner offiziellen Biografie werden unter anderem Produktionen wie „Tatort“, „CopStories“, „Kottan – rien ne va plus“, „Egon Schiele“ und „Die Trapp Familie – Ein Leben für die Musik“ genannt.
Auch als Sprecher ist er tätig. Dazu gehören Kommentare für Dokumentationen, Hörspiele und Hörbücher. Seine Arbeit als Hörbuchsprecher wurde ebenfalls ausgezeichnet: 2024 erhielt er den Deutschen Hörbuchpreis als „Bester Interpret“ für seine Aufnahme von Raphaela Edelbauers Roman „Die Inkommensurablen“.
Familie und Privatleben
Cornelius Obonya ist mit der Regisseurin Carolin Pienkos verheiratet. Das Paar arbeitet nicht nur im privaten Leben zusammen, sondern hat auch gemeinsame künstlerische Projekte realisiert.
Aus der Ehe stammt ein Sohn namens Attila Ruben Obonya. Die Familie steht allerdings nicht ständig im Mittelpunkt der Öffentlichkeit. Obonya und Pienkos haben mehrfach über ihre Zusammenarbeit und ihre Beziehung gesprochen.
Auch Carolin Pienkos ist eine erfahrene Regisseurin. Gemeinsam haben die beiden unter anderem an Opernproduktionen gearbeitet. Zu ihren gemeinsamen Projekten gehören „Die Fledermaus“ an der Mailänder Scala und „Die Zauberflöte“ bei der Oper im Steinbruch in St. Margarethen.
Eine besondere Schauspielerfamilie
Die Familie Obonya ist eng mit der österreichischen Theatergeschichte verbunden. Cornelius Obonyas Großeltern Paula Wessely und Attila Hörbiger gehörten zu den bekannten Schauspielgrößen ihrer Generation.
Auch seine Mutter Elisabeth Orth war eine erfolgreiche Schauspielerin. Dadurch wuchs Cornelius Obonya in einem Umfeld auf, in dem Theater und Schauspiel eine wichtige Rolle spielten.
Seine Karriere zeigt jedoch, dass er sich trotz dieses familiären Hintergrunds einen eigenen Platz in der deutschsprachigen Theater- und Filmwelt aufgebaut hat.
Cornelius Obonya Theater, Film, Fernsehen und Auszeichnungen
Ein vielseitiger Schauspieler
Die Karriere von Cornelius Obonya ist nicht auf eine einzelne Sparte beschränkt. Zwar bildet das Theater einen wichtigen Schwerpunkt seiner Arbeit, doch im Laufe der Jahre kamen zahlreiche Film-, Fernseh- und Hörspielproduktionen hinzu. Dadurch konnte er sich als vielseitiger Schauspieler im deutschsprachigen Raum etablieren.
Seine Theaterlaufbahn führte ihn unter anderem an das Wiener Volkstheater, die Berliner Schaubühne und das Wiener Burgtheater. Dabei arbeitete er mit bekannten Regisseuren wie Andrea Breth, Peter Zadek, Karin Beier, Sven-Eric Bechtolf und Jan Lauwers zusammen.
Bedeutende Theaterrollen
Nach seinen ersten Jahren am Volkstheater Wien wurde die Berliner Schaubühne am Lehniner Platz zu einer wichtigen Station seiner Karriere. Von 1992 bis 1999 war Obonya dort engagiert und arbeitete unter anderem mit Andrea Breth, Klaus Michael Grüber, Luc Bondy und Robert Wilson.
Ab 2000 folgten zahlreiche Arbeiten am Burgtheater Wien. Zu seinen Rollen gehörten unter anderem Hollarcut in Edward Bonds „The Sea“, Pirro in Lessings „Emilia Galotti“, Domingo in Schillers „Don Carlos“ und Trofimov in Tschechows „Der Kirschgarten“. Später spielte er auch Caligula und die Titelfigur in Shakespeares „Coriolanus“.
Diese unterschiedlichen Rollen zeigen, wie breit sein Repertoire ist. Ob klassische Literatur, moderne Dramen oder komödiantische Stoffe – Obonya bewegte sich über viele Jahre hinweg durch unterschiedliche Theaterformen.
Jedermann in Salzburg
Eine der bekanntesten Stationen seiner Laufbahn war zweifellos die Rolle des Jedermann bei den Salzburger Festspielen.
Von 2013 bis 2016 verkörperte Cornelius Obonya die Hauptfigur in Hugo von Hofmannsthals „Jedermann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes“. Die Rolle gehört zu den traditionsreichsten Aufgaben bei den Salzburger Festspielen.
Für Obonya hatte diese Rolle zusätzlich eine persönliche Bedeutung. Sein Großvater Attila Hörbiger hatte den Jedermann bereits früher gespielt. Damit setzte Obonya eine besondere Familientradition auf der Salzburger Bühne fort.
Bereits 2002 war Obonya bei den Salzburger Festspielen in „Das weite Land“ zu sehen. 2012 übernahm er außerdem die Rolle des Monsieur Jourdain in „Ariadne auf Naxos“.
Arbeiten für Film und Fernsehen
Neben dem Theater übernahm Cornelius Obonya zahlreiche Rollen vor der Kamera. Seine Filmografie umfasst sowohl österreichische Produktionen als auch internationale Projekte.
Zu seinen Filmarbeiten gehören unter anderem „Spanien“, „Kottan ermittelt – Rien ne va plus“, „Schiele“ und „Die Trapp Familie – Ein Leben für die Musik“. 2019 war er außerdem in Costa-Gavras’ Film „Adults in the Room“ zu sehen.
Auch im Fernsehen ist sein Name mit verschiedenen bekannten Produktionen verbunden. Dazu gehören unter anderem „Tatort“, „CopStories“, „Meiberger – Im Kopf des Täters“ und die Altaussee-Krimis.
Seine offizielle Filmografie führt außerdem neuere Produktionen auf, darunter „Herrhausen – Der Herr des Geldes“, „Davos 1917“, „Rise of the Raven“, „Hunyadi“, „Cum Ex“ und „Hundertdreizehn“.
Auch als Sprecher erfolgreich
Ein weiterer wichtiger Bereich seiner Arbeit ist die Stimme. Cornelius Obonya ist als Sprecher von Hörspielen, Hörbüchern und Dokumentationen tätig.
Seine Stimme wurde dabei selbst zu einem Teil seiner künstlerischen Arbeit. Besonders deutlich wurde das 2024, als er den Deutschen Hörbuchpreis als „Bester Interpret“ für seine Aufnahme von Raphaela Edelbauers Roman „Die Inkommensurablen“ erhielt.
Damit zeigt sich erneut, dass Obonyas Karriere weit über klassische Schauspielrollen hinausgeht.
Auszeichnungen
Im Laufe seiner Karriere erhielt Cornelius Obonya mehrere Preise und Ehrungen.
Bereits 1989 wurde er mit dem Karl-Skraup-Preis für Nachwuchstalente ausgezeichnet. Im gleichen Zeitraum erhielt er außerdem den O.E.-Hasse-Preis.
Weitere wichtige Stationen waren der Salzburger Stier 2011, der Ferdinand-Raimund-Ring 2015 und der ORF-Hörspielpreis als Schauspieler des Jahres im Jahr 2010. 2024 folgte der Deutsche Hörbuchpreis als bester Interpret.
Auch in jüngerer Zeit wurde seine Arbeit gewürdigt: Seine offizielle Biografie führt für 2025 die Ernennung zum Kammerschauspieler an.
Engagement außerhalb der Schauspielerei

Cornelius Obonya engagiert sich außerdem gesellschaftlich. Seit 2020 ist er Präsident der „Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich“ und übernahm dieses Ehrenamt nach Elisabeth Orth und Erika Weinzierl.
Darüber hinaus war er 2020 für ORF-Radio Ö1 an den „Gedanken für den Tag“ beteiligt und beschäftigte sich dabei unter anderem mit dem Thema Migration.
Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau
Auch beruflich gibt es eine enge Verbindung zwischen Cornelius Obonya und seiner Ehefrau Carolin Pienkos, die als Regisseurin arbeitet.
Gemeinsam realisierten sie unter anderem Produktionen im Opernbereich. Dazu zählt „Die Zauberflöte“ bei der Oper im Steinbruch in St. Margarethen. Zuvor arbeiteten sie auch an „Die Fledermaus“ an der Mailänder Scala.
Diese Zusammenarbeit zeigt eine weitere Seite von Obonyas künstlerischem Wirken: Er ist nicht ausschließlich als Darsteller tätig, sondern beteiligt sich auch an kreativen Projekten hinter beziehungsweise rund um die Bühne.
Ein Blick auf seine jüngere Karriere
Auch nach seiner großen Jedermann-Zeit blieb Obonya regelmäßig in Film-, Fernseh- und Theaterproduktionen aktiv. Seine offizielle Filmografie reicht bis in die Jahre 2024 und 2025 und zeigt damit, dass seine Karriere keineswegs auf frühere Erfolge beschränkt ist.
Sein Werdegang verbindet somit mehrere Generationen österreichischer Schauspieltradition mit moderner Film- und Fernsehproduktion.
Cornelius Obonya Privatleben, aktuelle Projekte und Fazit
Privatleben und Familie
Cornelius Obonya wurde am 29. März 1969 in Wien geboren und stammt aus einer bekannten österreichischen Schauspielerfamilie. Seine Mutter war die Schauspielerin Elisabeth Orth, sein Vater Hanns Obonya. Zu seinen Großeltern mütterlicherseits gehörten Paula Wessely und Attila Hörbiger.
Obonya ist mit der Regisseurin Carolin Pienkos verheiratet. Gemeinsam haben sie einen Sohn. Auch beruflich arbeiten die beiden immer wieder zusammen und realisieren gemeinsame Theater- und Opernprojekte.
Kammerschauspieler seit 2024
Eine besondere Anerkennung erhielt Cornelius Obonya im Jahr 2024. Bundespräsident Alexander Van der Bellen überreichte ihm am 12. Juli 2024 das Dekret zur Ernennung zum Kammerschauspieler. Diese Auszeichnung unterstreicht seine langjährige Bedeutung für die österreichische Schauspielkunst.
Seine Karriere umfasst inzwischen mehrere Jahrzehnte und reicht vom Theater über Film und Fernsehen bis zu Hörbüchern und Operninszenierungen.
Aktuelle Projekte
Auch 2025 und 2026 blieb Obonya künstlerisch aktiv. Seine offizielle Website nennt unter anderem die Fernsehproduktionen „Tirolerblut – Ein tiefer Fall“ und „Sternstunde der Mörder“ aus dem Jahr 2025. Auch im Kinobereich wurde er für Produktionen wie „Jennerwein – Hochsaison“ geführt.
Als Regisseur arbeitete er gemeinsam mit Carolin Pienkos an „Orfeo ed Euridice“ von Christoph Willibald Gluck. Die Produktion wurde am Stadttheater Klagenfurt 2026 aufgeführt.
Engagement gegen Antisemitismus
Neben seiner künstlerischen Arbeit übernimmt Obonya auch gesellschaftliche Verantwortung. Seit 2020 ist er Präsident der „Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich“. Damit engagiert er sich über seine Tätigkeit als Schauspieler und Regisseur hinaus.
Cornelius Obonya und „Jedermann“
Eine seiner bekanntesten Rollen bleibt die Titelrolle in Hugo von Hofmannsthals „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen.
Von 2013 bis 2016 verkörperte Obonya die zentrale Figur. Die Rolle war auch aus familiärer Sicht besonders interessant, da bereits sein Großvater Attila Hörbiger den Jedermann gespielt hatte.
Auszeichnungen im Überblick
Zu den wichtigsten Auszeichnungen und Ehrungen seiner Laufbahn gehören:
- Karl-Skraup-Preis – 1989
- O.E.-Hasse-Preis – 1989
- ORF-Hörspielpreis als Schauspieler des Jahres – 2010
- Salzburger Stier – 2011
- Ferdinand-Raimund-Ring – 2015
- Deutscher Hörbuchpreis als Bester Interpret – 2024
- Ernennung zum Kammerschauspieler – 2024
Fazit
Cornelius Obonya hat sich über Jahrzehnte hinweg einen festen Platz in der österreichischen und deutschsprachigen Theaterlandschaft erarbeitet. Seine Laufbahn begann auf der Bühne und entwickelte sich später in Richtung Film, Fernsehen, Hörbuch und Regie.
Besonders prägend waren seine Engagements am Burgtheater, an der Berliner Schaubühne und bei den Salzburger Festspielen. Die Rolle des Jedermann machte ihn einem besonders breiten Publikum bekannt. Gleichzeitig zeigen seine Filmografie und seine jüngeren Projekte, dass er auch heute noch vielseitig tätig ist.
Häufig gestellte Fragen
Wie alt ist Cornelius Obonya?
Cornelius Obonya wurde am 29. März 1969 in Wien geboren. Im Jahr 2026 ist er 57 Jahre alt.
Wo wurde Cornelius Obonya geboren?
Er wurde in Wien, Österreich, geboren.
Wer ist die Ehefrau von Cornelius Obonya?
Cornelius Obonya ist mit der Regisseurin Carolin Pienkos verheiratet.
Welche Rolle machte ihn besonders bekannt?
Besonders bekannt wurde er unter anderem durch seine Darstellung des Jedermann bei den Salzburger Festspielen von 2013 bis 2016.
Ist Cornelius Obonya noch aktiv?
Ja. Seine offizielle Website führt auch für 2025 und 2026 aktuelle Film-, Theater-, Lese- und Regieprojekte auf.

